Aktuelles

Ultragenyx gibt positive Topline-Ergebnisse der ersten Kohorte Phase 1/2 Studie zur Gentherapie DTX401 bei Glykogenspeicherkrankheit Typ Ia bekannt

By | Aktuelles

Ansprechen auf DTX401 in allen drei Patienten sichtbar, zwei der Patienten weisen klinisch relevante Verbesserungen der Zeitspanne bis zum Auftreten von Hypoglykämie auf

Studie soll in Kohorte 2 mit erhöhter Dosierung übergehen

NOVATO, Kalif., 4. Jan. 2019 (GLOBE NEWSWIRE) — Ultragenyx Pharmaceutical Inc. (NASDAQ: RARE), ein  biopharmazeutisches Unternehmen, das sich mit der Entwicklung neuer Produkten zur Behandlung schwerwiegender seltener genetischer Krankheiten beschäftigt, gab heute positive Topline Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten der ersten, niedrig dosierten Kohorte der Phase 1/2 Studie zu DTX401, einer Gentherapie mittels eines Adeno-assoziierten Virus (AAV) für die Behandlung der Glykogenspeicherkarnkheit Typ Ia (GSDIa), bekannt. Es konnte bei allen drei Patienten eine biologische Reaktion festgestellt werden, die sich durch eine verbesserte Kontrolle des Glukosespiegels und eine verlängerte Zeitspanne bis zum Auftreten von Hypoglykämie während des Fastens auszeichnete. Zwei der Patienten wiesen dabei eine klinisch relevante Verlängerung der Zeit bis zum Eintreten von Hypoglykämie während einer kontrollierten Fastenperiode auf.

“Bei zwei der drei Patienten trat in dieser ersten Dosierung eine so deutliche Verlängerung der Zeit bis zum Eintreten von Hypoglykämie ein, dass sie die Nacht durchschlafen konnten – ohne Einnahme zusätzlicher Maisstärkepräparate“ sagte Eric Crombez, M.D., Chief Medical Officer des gentherapeutischen Forschungbereichs von Ultragenyx. “Zusätzlich zu diesen vielversprechenden Ergebnissen der kontrollierten Fastenversuchsreihe wurde bei allen drei Patienten eine größere Kontrolle des Glukosespiegels über den Tag festgestellt. Alle Patienten konnten so ihren täglichen Bedarf an zusätzlichen Maisstärkepräparaten um die Hälfte reduzieren. Wir sind hoch erfreut über diese Ergebnisse und sehen der zweiten Kohorte positiv entgegen, die diesen Monat anläuft und deren Ergebnisse Mitte 2019 erwartet werden.”

“Wir sind äußerst zufrieden mit den Ergebnissen dieser ersten Kohorte. Nach 20 Jahren Forschung in Vorbereitung auf diese Studie ist es sehr bereichernd, solch positive Ergebnisse schon bei geringer Dosierung beobachten zu können. Wir sind sehr gespannt auf das weitere Potential einer erhöhten Dosierung,” sagt David Weinstein, M.D., M.M.Sc., Professor und Leiter des Glycogen Storage Disease Program am Connecticut Children’s Medical Center und UConn Health.

DTX401 Phase 1/2 Studiendesign

Die offene multizentrische Phase 1/2 Studie soll Sicherheit, Verträglichkeit und therapeutische Wirkung von DTX401 bei Erwachsenen mit GSDIa untersuchen. Alle Patienten, die an der ersten Kohorte teilnahmen, haben Null-Genotypen mit Mutationen im aktiven Zentrum des Enzyms oder Nonsense-Mutationen ohne Restaktivität des Enzyms.

Patienten in dieser ersten Kohorte erhielten jeweils ein einzelne Dosis 2,0×10^12 GC/kg von DTX401, einem AAV8, bei dem die Expression des Glucose-6-phosphatase-Gens (G6Pase-α) unter der Kontrolle des natürlichen Promoters steht. Schlüsselwerte für die Überprüfung der Wirksamkeit sind die Zeitspanne bis zum Auftreten von Hypoglykämie (definiert als Glucose <60 mg/dL oder Eintreten von klinischen Symptomen) während einer kontrollierten Fastenperiode im Krankenhaus, die Auswirkungen auf Biomarker wie Lipide und Harnsäure sowie die Überwachung von Glykogenablagerungen in der Leber via MRI.

DTX401 Kohorte 1 Datenzusammenfassung

Zusammenfassung der Wirksamkeit

Patient 1 in der ersten Kohorte verzeichnete eine klinisch bedeutsame Verbesserung der Zeitspanne bis zum Auftreten von Hypoglykämie von 3,8 Stunden zu Beginn der Studie auf 7,7 Stunden in Woche 12 der Studie (eine Verbesserung um 103 Prozent). Dieser Patient erhielt eine Behandlung mit Steroiden in abnehmender Dosierung, beginnend an Tag 59 der Studie, um einen leicht asymptomatischen Anstieg der Alanin-Aminotransferase (ALT) zu regulieren. Die ALT ging infolge der Behandlung mit Steroiden auf einen normalen Wert zurück.

Patient 2 erfuhr eine klinisch bedeutsame Verbesserung der Zeitspanne bis zum Auftreten von Hypoglykämie von 4,1 Stunden zu Beginn der Studie auf 9,0 Stunden in Woche 12 der Studie (eine Verbesserung um 120 Prozent). In diesem Fall wurde die kontrollierte Fastenperiode aufgrund von möglichen Hypoglykämie-Symptomen beendet. Das Glucose Level des Patienten blieb deutlich über 60 mg/dL zum Zeitpunkt des Versuchsendes. Der Patient erhielt ab Woche 12 der Studie eine Behandlung mit Steroiden in abnehmender Dosierung, um einen leicht erhöhten ALT Spiegel zu regulieren.

Patient 3 zeigte ein biologisches Ansprechen, das sich in einer Verbesserung der Zeitspanne bis zum Auftreten von Hypoglykämie von 5,4 Stunden zu Beginn der Studie auf 6,5 Stunden in Woche 12 der Studie (eine Verbesserung um 20 Prozent), äußerte.

Zusätzliche Daten von zukünftigen Fastenversuchen und deren Beurteilung sind notwendig um zu bestimmen, ob die erreichten Ergebnisse bei den drei Patienten über einen längeren Zeitraum erhalten bleiben oder verbessert werden können.

Zusammenfassung der Sicherheit

Bis zum Cut-Off am 28. November 2018 sind keine schwerwiegenden Nebenwirkungen verzeichnet worden, die mit der Infusion oder der Behandlung mit DTX401 in Verbindung gebracht werden. Alle Nebenwirkungen waren der Kategorie 1 oder 2 zuzuordnen. Die Patienten 1 und 2 erfuhren eine leichte Erhöhung des ALT Spiegels ähnlich wie bei anderen Studien, in denen eine AAV-basierte Gentherapie verwendet wurde. Beide Patienten reagierten gut auf die verabreichte Steroidbehandlung mit abnehmenden Dosierungen. Die maximale Ausgangsdosis der Steroide wurde auf Anraten von GSDIa Experten stetig auf 40 mg/kg reduziert, um das Risiko für Hypoglykämie bei diesem speziellen Null-Genotyp zu verringern.

DTX401 Kohorte 2

Das DMC (independent Data Monitoring Committee) hat seine Untersuchungen der Daten der Woche 12 der Kohorte 1 abgeschlossen und kam zu dem Ergebnis, dass eine Durchführung einer zweiten Kohorte mit erhöhter Dosierung als sicher einzustufen ist. Ultragenyx hält eine höhere Dosis für sinnvoll, um die bestmöglichen klinischen Resultate zu erzeugen und hat daher beschlossen angesichts des Sicherheitsprofils der ersten Kohorte eine zweite Kohorte mit erhöhter Dosierung durchzuführen. In der zweiten Kohorte werden drei Patienten behandelt, die jeweils DTX401 in einer einzelnen Dosis von 6,0 × 10^12 GC/kg erhalten werden. Der erste Patient dieser zweiten Kohorte soll im Januar 2019 behandelt werden, die entsprechenden Daten zur zweiten Kohorte werden Mitte 2019 erwartet.

Über GSDIa

Die GSD Typ Ia (Glycogen Storage Disease, GSD1a) ist die häufigste erbliche Glykogenspeichererkrankung. Sie wird auch als Von-Giercke-Krankheit bezeichnet. Betroffene Patienten haben infolge einer autosomal-rezessiv vererbten Mutation im Gen G6PC einen Mangel an Glucose-6-phosphatase. Dieses Enzym katalysiert einen Teilschritt der Freisetzung von Glucose aus Glykogen. Infolgedessen ist die Regulation des Blutzuckers gestört. Es kann bei Patienten mit GSD1a zu lebensbedrohlichen Hypoglykämien kommen. Die Ablagerung von Glykogen in bestimmten Geweben und Organen kann deren Funktionsweise beeinträchtigen.

Weltweit leiden mindestens 6000 Patienten an GSD1a¹. Betroffene Kinder müssen in der Regel alle 1-4 Stunden gefüttert werden, um einen Blutzuckerspiegel im normalen Bereich aufrechtzuerhalten. Die meisten Kinder werden nachts mittels einer Magensonde oder einer nasogastralen Sonde ernährt.

Wenn die GSD1a chronisch unbehandelt bleibt, kann sich bei den Patienten eine schwere Laktatazidose entwickeln, die zu Nierenversagen und zum Tode führen kann. Trotz einiger Fortschritte in der Behandlung der GSD1a gibt es bis heute keine zur Behandlung dieser Erkrankung zugelassenen Medikamente.

Es gibt einen hohen Bedarf für bessere Behandlungsoptionen bei GSD1a. Eine Gentherapie könnte das fehlerhafte G6PC-Gen ersetzen. Mittels eines AAV-Vektors konnte präklinisch und in vivo eine stabile Genexpression, verbesserte Überlebensraten und Verhinderung von Hypoglykämie nachgewiesen werden.

Über DTX401

DTX401 ist ein klinisches Prüfpräparat auf der Basis eines Adenoassoziierten Virus-Vektors (AAV) Typ 8 für die Gentherapie, das darauf ausgerichtet ist, das Gen unter der Kontrolle des natürlichen Promoters stabil zu exprimieren. DTX401 wird durch eine einzige intravenöse Infusion verabreicht. Wie präklinische Studien gezeigt haben, hilft DTX401, die G6Pase-α Aktivität zu verbessern und das Leber-Glykogen-Level zu senken, welches ein Biomarker für des Fortschreiten des Krankheitsbildes darstellt. DTX401 ist sowohl in den USA als auch in Europa als Arzneimittel zur Behandlung eines seltenen Leidens (Orphan Drug) anerkannt.

¹ The Children’s Fund for GSD Research.

Ultragenyx gibt negative Topline-Ergebnisse einer Phase 3 Studie von UX007 an Glut1DS-Patienten mit schweren Bewegungsstörungen bekannt

By | Aktuelles

Ultragenyx stellt Entwicklung von UX007 in der Indikation Glut1 DS ein

Separates UX007 Programm an LC-FAOD im Zeitplan

NOVATO, Calif., 26. Oktober 2018 (GLOBE NEWSWIRE) — Ultragenyx Pharmaceutical Inc.(NASDAQ: RARE), ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich der Entwicklung neuer Produkte für seltene Erkrankungen widmet, gab heute bekannt, dass die Phase 3-Studie von UX007 an Patienten mit Glucosetransporter 1-Defizit-Syndrom (Glut1 DS), die unter schweren paroxysmalen Bewegungsstörungen litten, ihren primären Endpunkt einer statistisch signifikanten Reduktion der Häufigkeit paroxysmaler Bewegungsstörungen unter UX007 im Vergleich zu Placebo, nicht erreicht hat. Die Studie verfehlte auch wesentliche sekundäre Endpunkte. Das in der Studie beobachtete Sicherheitsprofil entsprach früheren Erfahrungen mit UX007. Ultragenyx plant, das Entwicklungsprogramm für Glut1 DS einzustellen und wird mit Prüfzentren zusammenarbeiten, die gegenwärtig noch Patienten mit UX007 behandeln, um deren weitere Behandlung zu begleiten.

Ultragenyx untersucht UX007 weiterhin in einem unabhängigen Programm an Oxidationsstörungen langkettiger Fettsäuren (LC-FAOD). Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat den Vorschlag des Unternehmens angenommen, auf der Basis existierender Daten eine New Drug Application (NDA) für UX007 in der Indikation LC-FAOD anzunehmen. In der EU wird Ultragenyx dieses Vorhaben noch in diesem Jahr mit der European Medicines Agency erörtern.

“Wir hatten bei einzelnen Patienten mit Glut1 DS signifikante Verbesserungen unter UX007 beobachtet – daher ist es für uns sehr enttäuschend, dass sich diese Ergebnisse an einer größeren Patientengruppe nicht bestätigt haben. Wir danken den Patienten und Prüfärzten für Ihren Einsatz und die Teilnahme an unserer Studie” sagte Dr. Emil Kakkis, Firmengründer und Vorstandsvorsitzender von Ultragenyx. “Unser Entwicklungsprogramm für UX007 bei Oxidationsstörungen langkettiger Fettsäuren ist von diesem Ergebnis nicht betroffen und wird fortgesetzt. Wir werden noch in diesem Jahr über die Ergebnisse unserer Gespräche mit den Zulassungsbehörden informieren.“

An der Phase 3 Studie von UX007 bei Glut1 DS nahmen 44 Kinder und Erwachsene teil, die an schweren paroxysmalen Bewegungsstörungen bei Glut1 DS litten. Teilnehmende Patienten wurden in einem Verhältnis von 1:1 auf eine von zwei Behandlungsgruppen randomisiert. Die erste Gruppe erhielt nach einer Titrationsphase von 2 Wochen 8 Wochen lang UX007. Daran schloß sich eine Auswaschphase von 2 Wochen und eine Behandlung mit Placebo für 8 Wochen an. Die zweite Behandlungsgruppe begann mit Placebo und wechselte nach 8 Wochen in einem Cross-Over-Design auf UX007. Nach der 22-wöchigen Doppelblind-Phase konnten die Patienten in einer Open-Label-Extension die UX007-Behandlung fortführen. Primärer Endpunkt der Studie war die Differenz in der Häufigkeit paroxysmaler Bewegungsstörungen unter UX007 im Vergleich zu Placebo. Sekundäre Endpuknte waren u.a. die Dauer der paroxysmalen Bewegungsstörungen, Gehvermögen und Ausdauer sowie patientenberichtete gesundheitsbezogene Lebensqualität, Funktion der oberen Extemitäten, Fatigue und Schmerzen.

http://ir.ultragenyx.com/news-releases/news-release-details/ultragenyx-announces-negative-topline-results-phase-3-study

Ultragenyx gibt europäische Zulassung von Mepsevii®(Vestronidase alfa) zur Behandlung von Mucopolysaccharidose Typ VII bekannt

By | Aktuelles

Berlin, — August 2018 – Ultragenyx (NASDAQ: RARE), ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich der Entwicklung neuer Therapien für seltene Erkrankungen widmet, gab heute die Zulassung von Mepsevii® (Wirkstoff: Vestronidase alfa) zur Behandlung nicht-neurologischer Krankheitsanzeichen der Mucopolysaccharidose Typ VII (MPS VII; Sly-Syndrom) durch die Europäische Kommission bekannt. Mepsevii ist damit in allen 28 Ländern der EU sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein zugelassen.

“Dr. William Sly hat vor 25 Jahren mit der Erforschung dieser Erkrankung begonnen – es ist uns eine Ehre, diese Therapie entwickelt zu haben und jetzt für europäische Patienten und ihre Familien zur Verfügung zu stellen. Diese Patienten wußten früher nicht, ob es jemals eine Therapie für sie geben würde.“ sagte Dr. Emil D. Kakkis, Firmengründer und Vorstandsvorsitzender von Ultragenyx. “Dies wäre ohne das Engagement der Patienten, die an unseren klinischen Studien teilgenommen haben, sowie deren Familien, nicht möglich gewesen. Dafür möchte ich mich bedanken.”

Die Zulassung folgt einer Zulassungsempfehlung, die der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) am 28. Juni 2018 unter außergewöhnlichen Umständen ausgesprochen hatte. Die EMA hatte Mepsevii® im März 2012 den Orphan Drug Status zuerkannt. Bereits im November 2017 war Mepsevii® durch die U.S. Food and Drug Administration (FDA) für die Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit MPS VII zugelassen worden.

Über MPS VII

MPS VII ist eine progressive, seltene, erbliche lysosomale Speicherkrankheit, die durch ein Defizit an ß-Glucuronidase verursacht wird – ein Enzym, das am Abbau der Glykosaminoglykane (GAG) Dermatansulfat, Chondroitinsulfan und Heparansulfat beteiligt ist. Diese komplexen Kohlenhydrate sind wichtige Bestandteile vieler Gewebe. Der unvollständige Abbau der GAG führt zu deren Akkumulation in vielen Geweben und verursacht Gewebs- und Organschäden. Zu den Symptomen der MPS VII zählen „grobe“ Gesichtszüge, Atembeschwerden, Kleinwuchs, kardiovaskuläre Komplikationen, Gelenksteifigkeit, Hepatosplenomegalie (abnormale Vergrößerung der Leber und der Milz), kognitive Beeinträchtigung und skelettale Beschwerden, die als Dysostosis multiplex bekannt sind.

MPS VII ist eine der seltensten MPS-Formen und betrifft ca. 200 Patienten weltweit.

Über Mepsevii® (Vestronidase alfa)

Mepsevii staht als 2 mg/ml-Knozentrat zur Herstellung einer Infusionslösung zur Verfügung. Der Wirkstoff Vestronidase alfa ist eine rekombinante Form der menschlichen ß-Glucuronidase (ATC Code: A16AB18). Mepsevii® ist eine Enzymersatztherapie, die fehlende active ß-Glucuronidase ersetzt – ein Enzym, das am Abbau von Glykosaminoglykanen beteiligt ist und deren Akkumulation in verschiedenen Geweben des Körpers verhindert.

INDIKATION (INNERHALB DER EU)

Mepsevii® ist zugelassen zur Behandlung nicht-neurologischer Krankheitsanzeichen der Mucopolysaccharidose VII (MPS VII; Sly-Syndrom).

INDIKATION (IN DEN USA)

Mepsevii® ist zugelassen zur Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit Mucopolysaccharisode Typ VII (MPS VII, Sly-Syndrom).

Anwendungsbeschränkung

Die Wirkung von Mepsevii® auf zentralnervöse Symptome der MPS VII wurde nicht untersucht.

Über Ultragenyx

Ultragenyx ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich ausschließlich der Entwicklung neuer Therapien für seltene Erkrankungen widmet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf schweren erblichen Erkrankungen. Seit seiner Gründung im Jahre 2010 hat das Unternehmen ein breites Portfolio von Substanzen entwickelt, um den medizinischen Bedarf bei schweren Erkrankungen zu decken, für die es bisher keine zufriedenstellende Behandlung gibt.

Das Unternehmen wird von einem in der Entwicklung und Vermarktung von Therapeutika für seltene Erkrankungen erfahrenen Team geführt. Ultragenyx fühlt sich dem Ziel verpflichtet, bedürftigen Patienten schnellstmöglich sichere und wirksame Therapien zur Verfügung zu stellen.

Ultragenyx startet Härtefallprogramm für Patienten mit Mucopolysaccharidose Typ VII (MPS VII)

By | Aktuelles

Ultragenyx bietet Patienten mit Mucopolysaccharidose Typ VII (MPS VII) in Deutschland ab sofort die Teilnahme an einem Arzneimittel-Härtefallprogramm an (Compassionate Use). Im Rahmen dieses Programms können betroffene Patienten in Absprache mit ihren behandelnden Ärzten in einem spezialisierten Behandlungszentrum ihrer Wahl kostenlos die Enzymersatztherapie Vestronidase alfa erhalten. Das Härtefallprogramm wurde von Ultragenyx beim BfArM, der zuständigen Aufsichtsbehörde, angemeldet und überbrückt die Zeit bis zur erwarteten Zulassung des Medikaments. Ultragenyx hat im Mai 2017 die Zulassung von Vestronidase alfa zur Behandlung der MPS VII beantragt und erwartet die Markteinführung in Deutschland im Sommer 2018. Wenn Sie an der Teilnahme an diesem Härtefallprogramm interessiert sind oder Fragen dazu haben, schreiben Sie bitte an info-de@ultragenyx.com.

Ultragenyx führt Phase 3-Studie zu UX007 bei GLUT1-Defekt durch

By | Aktuelles

Berlin, 22.09.2017 – Ultragenyx hat eine weltweite Phase 3-Studie begonnen, in der UX007 bei Patienten mit paroxysmalen Bewegungsstörungen infolge Glukosetransporter 1- Defekt (GLUT1-Defekt) untersucht wird. An dieser Studie wirken auch 3 deutsche Behandlungszentren mit.

Über die Phase 3- Studie 

In dieser internationalen, randomisierten, doppelblinden, Plazebo-kontrollierten Phase 3-Studie mit Cross-Over-Design soll die Wirksamkeit und Sicherheit von UX007 bei etwa 40 GLUT1-Defekt-Patienten mit schweren paroxysmalen Bewegungsstörungen untersucht werden. Teilnehmende Patienten dieser Studie werden in 2 Gruppen randomisiert. Nach einer Titration von 2 Wochen wird eine Gruppe 8 Wochen lang mit UX007 behandlet, die andere Gruppe erhält während dieser Zeit Plazebo. Nach einer Wash-Out-Phase von 2 Wochen erhält die bisher mit Plazebo behandelte Gruppe 8 Wochen lang UX007, während die vorherige Verum-Gruppe für die gleiche Behandlungsdauer auf Plazebo umgestellt wird.

Als primärer Endpunkt wird die Häufigkeit schwerer paroxysmaler Bewegungsstörungen während der 8-wöchigen Behandlung mit UX007 im Vergleich zur 8-wöchigen Plazebo-Behandlung gemessen. Zur Messung der Häufigkeit wird ein elektronisches Tagebuch verwendet. Als sekundäre Endpunkte werden die Dauer der Bewegungsstörungen, Gehfähigkeit und Ausdauer (im 12-Minuten-Gehtest), gesundheitsbezogene Lebensqualität aus Patientensicht und Sicherheit erfasst. Nach der verblindeten Cross-Over-Phase können Patienten in einer Open-Label-Extension mit der UX007-Behandlung fortfahren.

Frau Prof. Dr. Yvonne Weber, leitende Oberärztin mit Schwerpunkt Epileptologie an der Neurologischen Universitätsklinik Tübingen und Prüfärztin dieser Studie, äußerte dazu: “Die Behandlungsmöglichkeiten für schwere Bewegungsstörungen bei Patienten mit GLUT1-Defekt sind sehr begrenzt. UX007 könnte bei einem positiven Ergebnis dieser Studie eine viel versprechende Option für betroffene Patienten darstellen.“

Neben Tübingen sind weitere deutsche Studienzentren in Essen und München.

Über GLUT1-Defekt und UX007

Der GLUT1-Defekt ist eine schwere Erkrankung, bei der psychomotorische Entwicklungsverzögerungen, Anfälle und komplexe Bewegungsstörungen auftreten. Der GLUT1-Defekt wird durch einen genetisch bedingten Mangel an Glukose-Transporter 1 ausgelöst, einem für den Transport von Glukose ins Gehirn verantwortlichen Membran-Transportprotein. Da Glukose die wichtigste Energiequelle des Gehirns ist, führt dieser Mangel zu einem zerebralen Energiedefizit. Es gibt keine zugelassene kausale Behandlung des GLUT1-Defekts, jedoch profitieren viele Patienten von einer ketogenen Diät.

UX007 (Triheptanoin) ist ein synthetisches C7-Triglyzerid. Es soll dem Stoffwechsel ungeradzahlige mittelkettige Fettsäuren zur Verfügung stellen, die zu intermediären Substraten des Citratzyklus metabolisiert werden können. Im Gegensatz zu geradzahligen Fettsäuren kann UX007 über den Citratzyklus zu Glukose umgewandelt werden und möglicherweise von therapeutischem Nutzen sein, wenn das Glukose-Niveau zu niedrig ist.

Über Ultragenyx

Ultragenyx ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung neuartiger Therapien für seltene Erkrankungen spezialisiert hat. Der Schwerpunkt liegt dabei auf schweren erblich bedingten Krankheiten, für die es keine zugelassenen medikamentösen Behandlungen gibt. Das im Jahre 2010 gegründete Unternehmen entwickelt derzeit 5 verschiedene Substanzen in klinischen Studien und ist seit 2016 in Deutschland vertreten.

Ultragenyx beantragt Zulassung für rhGUS bei MPS VII

By | Aktuelles

Ultragenyx reicht Zulassungsanträge für rekombinante humane Beta-Glucuronidase ein; FDA gewährt Priority Review Status

Novato, CA — 23. Mai 2017 — Ultragenyx Pharmaceutical Inc. (NASDAQ: RARE), ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich der Entwicklung neuer Medikamente für seltene Erkrankungen widmet, hat bei der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) und der the European Medicines Agency (EMA) die Zulassung für rekombinante humane Beta-Glucuronidase (rhGUS, UX003, INN: Vestronidase alfa) zur Behandlung der Mucopolysaccharidose Typ VII (MPS VII) beantragt. Eine Entscheidung des Europäischen Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) wird im ersten Halbjahr 2018 erwartet. rhGUS ist eine Enzymersatztherapie zur Behandlung von MPS VII.

Die FDA gewährte rhGUS den Priority Review Status, der nur Medikamenten zuerkannt wird, die einen erheblichen Behandlungsfortschritt darstellen oder erstmals eine Therapie für bisher nicht angemessen behandelbare Erkrankungen zur Verfügung stellen. rhGUS war von der FDA zuvor als Orphan Drug anerkannt worden.

“Wir freuen uns, dass die FDA den Antrag für rhGUS vorrangig behandeln wird und werden in den nächsten Monaten mit den Zulassungsbehörden zusammenarbeiten, um diese potentielle Therapie für Patienten mit MPS VII verfügbar zu machen. Für diese Patienten gibt es derzeit keine Behandlungsoption.” erklärte Dr. Emil D. Kakkis, Chief Executive Officer und Präsident von Ultragenyx.

Über MPS VII

Mucopolysaccharidose Typ VII (MPS VII, Sly-Syndrom), erstmals beschrieben durch Dr. William Sly im Jahre 1973, ist eine seltene, erblich bedingte Stoffwechselerkrankung und eine von 11 verschiedenen Mucopolysaccharidosen. MPS VII wird durch einen Mangel an Beta-Glucuronidase ausgelöst, einem Enzym, das am Abbau der Glycosaminoglykane (GAG) Dermatansulfat, Chondroitinsulfat und Heparansulfat beteiligt ist. Diese komplexen Kohlenhydratverbindungen sind wichtige Bestandteile vieler Gewebe. Der beeinträchtigte Abbau von GAG führt zu einer fortschreitenden Akkumulation dieser Substanzen in vielen Organen und kann dort erhebliche Schäden verursachen.

Das klinische Bild der MPS VII ähnelt dem der MPS I und der MPS II, jedoch ist MPS VII eine der seltensten Mucopolysaccharidosen. Die MPS VII geht mit einem breiten Spektrum möglicher klinischer Manifestationen einher. Sie kann sich in schweren Fällen schon bei der Geburt in Form eines nichtimmunologischen Hydrops fetalis äußern. Bisher gibt es keine zugelassenen Therapien für MPS VII. Die Entwicklung einer Enzymersatztherapie beruht auf 20 Jahren Grundlagenforschung. Enzymersatztherapien sind bei anderen Mucopolysaccharidosen ein bewährtes Therapieprinzip. Es gibt bereits 4 zugelassene Enzymersatzpräparate für andere Mucopolysaccharidosen: Laronidase (MPS I), Idursulfase (MPS II), Elosulfase alfa (MPS IV A) und Galsulfase (MPS VI).

 

Über die Phase III-Studie

Eine randomisierte, plazebokontrollierte, am Start verblindete Phase III-Studie wurde an 4 amerikanischen Prüfzentren durchgeführt, um die Wirksamkeit und Sicherheit von rhGUS an 12 Patienten mit MPS VII im Alter zwischen 5 und 35 Jahren zu bestimmen. Patienten wurden in eine von 4 Behandlungsgruppen randomisiert. In einer Kohorte begann die Behandlung mit rhGUS sofort, während die 3 anderen mit Plazebo begannen und zu verschiedenen vorbestimmten Zeitpunkten verblindet auf rhGUS wechselten. Dieses neuartige Studiendesign erfasste Daten von allen 12 behandelten Patienten und erhöhte die statistische Aussagekraft im Vergleich zu einem traditionellen Parallelgruppen-Design. Die Patienten erhielten während eines Zeitraums von bis zu 48 Wochen alle 14 Tage eine Infusion mit rhGUS in einer Dosierung von 4mg/kg Körpergewicht. Alle Behandlungsgruppen wurden mindestens 24 Wochen lang mit rhGUS behandelt.

Der primäre Endpunkt der Studie war die Bestimmung der Wirksamkeit von rhGUS, gemessen an der prozentualen Absenkung der Ausscheidung von GAG im Urin nach einer Behandlungsdauer von 24 Wochen. Sekundäre Endpunkte waren u.a. ein multidimensionaler Responder-Index und individuelle Messung der klinischen Response sowie andere klinische Parameter wie Lungenfunktion, Gehfähigkeit, Schulterflexion, fein- und grobmotorische Funktion, Sehschärfe und Fatigue. Auch die Sicherheit und Verträglichkeit von rhGUS wurden erfasst.

Über das Design der Phase III-Studie wurde mit den Zulassungsbehörden FDA und EMA Übereinkunft erzielt. Auf der Basis der Phase III-Ergebnisse hat Ultragenyx sich vor Beantragung der Zulassung mit FDA und EMA beraten. Die FDA wird die Phase III-Daten in ihrer Gesamtheit patientenindividuell bewerten. Die FDA sprach sich gegen die Erklärung eines primären Wirksamkeits-Endpunktes aus. In Anbetracht der Seltenheit und Heterogenität der Erkrankung ist die Bewertung eines einzelnen klinischen Endpunktes schwierig – daher soll eine flexiblere Gesamtbewertung der Wirksamkeit ermöglicht werden. Die EMA stimmte zu, dass unter außergewöhnlichen Umständen eine Zulassung auf der Basis der Phase III-Daten mit dem Endpunkt der GAG-Exkretion als Surrogatparameter möglich ist, vorausgesetzt, dass die Daten ein vorteilhaftes Nutzen-Risiko-Verhältnis bestätigen und Evidenz oder einen Trend zur Besserung klinischer Endpunkte nachweisen.

Über Ultragenyx

Ultragenyx ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das neue Medikamente für seltene Krankheiten entwickelt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf schweren erblich bedingten Erkrankungen, für die bisher keine Therapien verfügbar sind. Seit seiner Gründung im Jahre 2010 hat Ultragenyx ein breites Portfolio von Substanzen aufgebaut, das zu neuen Therapien in Indikationen mit hohem medizinischen Bedarf entwickelt werden soll.

Ultragenyx wird von einem Management-Team geführt, das über umfangreiche Erfahrungen in der Entwicklung von Medikamenten für seltene Erkrankungen verfügt. Ultragenyx ist dem Ziel der schnellstmöglichen Entwicklung neuer Medikamente für hilfsbedürftige Patienten verpflichtet.

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe.

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Cookies für Tracking durch Google Analytics zulassen:
    Mit dieser Einstellung erlauben Sie uns die Protokollierung Ihres Webseitenbesuches durch Google-Analytics. Ihre IP-Adresse wird dabei anonymisiert, so dass kein Rückschluss auf Ihre Person möglich ist.
  • Nur technisch notwendige Cookies zulassen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, es sei denn, es handelt sich um technisch notwendige Cookies. Ihr Webseitenbesuch wird nicht durch Google-Analytics protokolliert.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz. Impressum

Zurück