Ultragenyx beantragt Zulassung für rhGUS bei MPS VII

By 24. Mai 2017Aktuelles

Ultragenyx reicht Zulassungsanträge für rekombinante humane Beta-Glucuronidase ein; FDA gewährt Priority Review Status

Novato, CA — 23. Mai 2017 — Ultragenyx Pharmaceutical Inc. (NASDAQ: RARE), ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich der Entwicklung neuer Medikamente für seltene Erkrankungen widmet, hat bei der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) und der the European Medicines Agency (EMA) die Zulassung für rekombinante humane Beta-Glucuronidase (rhGUS, UX003, INN: Vestronidase alfa) zur Behandlung der Mucopolysaccharidose Typ VII (MPS VII) beantragt. Eine Entscheidung des Europäischen Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) wird im ersten Halbjahr 2018 erwartet. rhGUS ist eine Enzymersatztherapie zur Behandlung von MPS VII.

Die FDA gewährte rhGUS den Priority Review Status, der nur Medikamenten zuerkannt wird, die einen erheblichen Behandlungsfortschritt darstellen oder erstmals eine Therapie für bisher nicht angemessen behandelbare Erkrankungen zur Verfügung stellen. rhGUS war von der FDA zuvor als Orphan Drug anerkannt worden.

“Wir freuen uns, dass die FDA den Antrag für rhGUS vorrangig behandeln wird und werden in den nächsten Monaten mit den Zulassungsbehörden zusammenarbeiten, um diese potentielle Therapie für Patienten mit MPS VII verfügbar zu machen. Für diese Patienten gibt es derzeit keine Behandlungsoption.” erklärte Dr. Emil D. Kakkis, Chief Executive Officer und Präsident von Ultragenyx.

Über MPS VII

Mucopolysaccharidose Typ VII (MPS VII, Sly-Syndrom), erstmals beschrieben durch Dr. William Sly im Jahre 1973, ist eine seltene, erblich bedingte Stoffwechselerkrankung und eine von 11 verschiedenen Mucopolysaccharidosen. MPS VII wird durch einen Mangel an Beta-Glucuronidase ausgelöst, einem Enzym, das am Abbau der Glycosaminoglykane (GAG) Dermatansulfat, Chondroitinsulfat und Heparansulfat beteiligt ist. Diese komplexen Kohlenhydratverbindungen sind wichtige Bestandteile vieler Gewebe. Der beeinträchtigte Abbau von GAG führt zu einer fortschreitenden Akkumulation dieser Substanzen in vielen Organen und kann dort erhebliche Schäden verursachen.

Das klinische Bild der MPS VII ähnelt dem der MPS I und der MPS II, jedoch ist MPS VII eine der seltensten Mucopolysaccharidosen. Die MPS VII geht mit einem breiten Spektrum möglicher klinischer Manifestationen einher. Sie kann sich in schweren Fällen schon bei der Geburt in Form eines nichtimmunologischen Hydrops fetalis äußern. Bisher gibt es keine zugelassenen Therapien für MPS VII. Die Entwicklung einer Enzymersatztherapie beruht auf 20 Jahren Grundlagenforschung. Enzymersatztherapien sind bei anderen Mucopolysaccharidosen ein bewährtes Therapieprinzip. Es gibt bereits 4 zugelassene Enzymersatzpräparate für andere Mucopolysaccharidosen: Laronidase (MPS I), Idursulfase (MPS II), Elosulfase alfa (MPS IV A) und Galsulfase (MPS VI).

 

Über die Phase III-Studie

Eine randomisierte, plazebokontrollierte, am Start verblindete Phase III-Studie wurde an 4 amerikanischen Prüfzentren durchgeführt, um die Wirksamkeit und Sicherheit von rhGUS an 12 Patienten mit MPS VII im Alter zwischen 5 und 35 Jahren zu bestimmen. Patienten wurden in eine von 4 Behandlungsgruppen randomisiert. In einer Kohorte begann die Behandlung mit rhGUS sofort, während die 3 anderen mit Plazebo begannen und zu verschiedenen vorbestimmten Zeitpunkten verblindet auf rhGUS wechselten. Dieses neuartige Studiendesign erfasste Daten von allen 12 behandelten Patienten und erhöhte die statistische Aussagekraft im Vergleich zu einem traditionellen Parallelgruppen-Design. Die Patienten erhielten während eines Zeitraums von bis zu 48 Wochen alle 14 Tage eine Infusion mit rhGUS in einer Dosierung von 4mg/kg Körpergewicht. Alle Behandlungsgruppen wurden mindestens 24 Wochen lang mit rhGUS behandelt.

Der primäre Endpunkt der Studie war die Bestimmung der Wirksamkeit von rhGUS, gemessen an der prozentualen Absenkung der Ausscheidung von GAG im Urin nach einer Behandlungsdauer von 24 Wochen. Sekundäre Endpunkte waren u.a. ein multidimensionaler Responder-Index und individuelle Messung der klinischen Response sowie andere klinische Parameter wie Lungenfunktion, Gehfähigkeit, Schulterflexion, fein- und grobmotorische Funktion, Sehschärfe und Fatigue. Auch die Sicherheit und Verträglichkeit von rhGUS wurden erfasst.

Über das Design der Phase III-Studie wurde mit den Zulassungsbehörden FDA und EMA Übereinkunft erzielt. Auf der Basis der Phase III-Ergebnisse hat Ultragenyx sich vor Beantragung der Zulassung mit FDA und EMA beraten. Die FDA wird die Phase III-Daten in ihrer Gesamtheit patientenindividuell bewerten. Die FDA sprach sich gegen die Erklärung eines primären Wirksamkeits-Endpunktes aus. In Anbetracht der Seltenheit und Heterogenität der Erkrankung ist die Bewertung eines einzelnen klinischen Endpunktes schwierig – daher soll eine flexiblere Gesamtbewertung der Wirksamkeit ermöglicht werden. Die EMA stimmte zu, dass unter außergewöhnlichen Umständen eine Zulassung auf der Basis der Phase III-Daten mit dem Endpunkt der GAG-Exkretion als Surrogatparameter möglich ist, vorausgesetzt, dass die Daten ein vorteilhaftes Nutzen-Risiko-Verhältnis bestätigen und Evidenz oder einen Trend zur Besserung klinischer Endpunkte nachweisen.

Über Ultragenyx

Ultragenyx ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das neue Medikamente für seltene Krankheiten entwickelt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf schweren erblich bedingten Erkrankungen, für die bisher keine Therapien verfügbar sind. Seit seiner Gründung im Jahre 2010 hat Ultragenyx ein breites Portfolio von Substanzen aufgebaut, das zu neuen Therapien in Indikationen mit hohem medizinischen Bedarf entwickelt werden soll.

Ultragenyx wird von einem Management-Team geführt, das über umfangreiche Erfahrungen in der Entwicklung von Medikamenten für seltene Erkrankungen verfügt. Ultragenyx ist dem Ziel der schnellstmöglichen Entwicklung neuer Medikamente für hilfsbedürftige Patienten verpflichtet.

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